Traditionelle Chinesische Medizin

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Traditionelle Chinesische Medizin
Traditionelle Chinesische Medizin
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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Chinesische Heilkunst oder einfach nur Chinesische Medizin ist mehr als 5000 Jahre alt. Sie ist daher sehr viel älter als die westliche Schulmedizin und bekommt langsam aber sicher auch im Westen viel Anerkennung. Dies vor allem deswegen, weil sie den menschlichen Körper in seiner Gesamtheit betrachtet. Dadurch werden alle möglichen Ursachen in die Behandlung eingezogen. Zeigt ein Patient z.B. Rötungen auf der Haut, wird nicht nur die Haut an sich angeschaut. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin muss für eine ordentlich Behandlung untersucht werden, welches Organ nicht mehr richtig funktioniert, dass es zu diesen Rötungen kommt. Ein chinesischer Arzt schaut sich deswegen meist zur Behadlung noch die Zunge des Patienten an und fühlt seinen Puls. An der Zunge und dem Puls des Patienten kann der chinesische Arzt den Zustand der einzelnen Organe ablesen. Die Untersuchung eines Patienten geht also sehr tief in den Körper.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin gibt es 5 Hauptorgane: Niere, Leber, Milz, Lunge und Herz. Jedes dieser Organe hat seine Funktionen. Die Niere ist z.B. für Haarwuchs, Ohr, Knochen und Sexualität zuständig. Hat ein Patient Haarausfall, würde man nach der Traditionellen Chinesischen Medizin also die Niere stärken, sodass die Haare wieder wachsen. Schauen Sie sich die Organe einmal alle an. Vielleicht finden Sie Ihre körperlichen Probleme dort wieder.

TCM setzt auf Pflanzenmedizin

Traditionelle Chinesische Medizin

Quelle: “marilyn barbone/shutterstock.com”

Wenn die Leute Traditionelle Chinesische Medizin hören, dann denken viele sofort an Akupunktur. Das ist an sich auch richtig, die Akupunktur gehört zur Chinesischen Medizin. Doch bekommen die chinesischen Ärzte vor allem eine Ausbildung in Pflanzenheilkunde. Denn zu 80-90 % sieht eine Behandlung von verschiedenen Krankheiten Pflanzenrezepturen vor. So setzt sich eine Rezeptur aus circa 6 verschiedenen Pflanzen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen. Es wird z.B. von der einen Pflanze die Wurzeln genommen und von der anderen die Blüten. Manche sagen auch, dass die Traditionelle Chinesische Medizin auf Kräuter zur Behandlung setzt.

Das meint das gleiche. Ob Kräuter oder Pflanzen, gemeint ist, dass die chinesische Heilkunst eine Behandlung mit pflanzlicher Medizin vorsieht. Bei “Kräutern” denken viele an die Kräuter in einem Gewürzregal und fragen sich, ob die Traditionelle Chinesische Medizin Krankheiten mit Zimt und Salz behandelt. Ganz so ist es natürlich nicht. Deswegen wird eher der Begriff “Pflanzenrezeptur” als “Heilkräuter” verwendet.

Traditionelle Chinesische Medizin in Deutschland

Chinesischer Arzt

Quelle: “Makistock/shutterstock.com”

In aller Regel wird die Behandlung durch die Traditionelle Chinesische Medizin nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Von daher lohnt sich eine Zusatzversicherung. Jede Zusatzversicherung hat verschiedene Kondiktionen. Vergleichen Sie die Versicherungen, um die beste für Sie zu finden. Bei der Traditionellen Chinesischen Medizin muss am Anfang eine sehr ausführliche Untersuchung stattfnden. Erst so kann herausgefunden werden, welche die richtige Pflanzenrezeptur/ Kräuterrezeptur für den Patienten ist.

Mittlerweile machen vor allem Heilpraktiker oder Physiotherapeuten eine Ausbildung in der Traditionellen Chinesischen Medizin. In größeren deutschen Städten wie Hamburg, München, Berlin, Leipzig oder Köln gibt es deswegen ein immer besser werdendes Angebot der Traditionellen Chinesischen Medizin. So kann die chinesische Heilkunst zur Behandlung der eigenen Krankheit auch in Deutschland ausprobiert werden.

TCM hat viel zu bieten

AkupunkturTCM umfasst verschiedene Anwendungen. Dazu gehört nicht nur die Pflanzenheilkunde und Akupunktur, sondern auch Moxibustion (bestimmte Pflanzen werden über bestimmte Akupunkturpunkte verbrannt, um diese anzuregen), Tuina (Chinesische Therapeutische Massage), Ernährungskunde, Tai Chi und Qi Gong. Tai Chi und Qi Gong sind Übungsabläufe, bei denen durch koordiniertes Atmen und mentaler Konzentration der Chi-Fluss verbessert wird. Nach dem TCM-Verständis hat der Körper von Natur aus die Fähigkeit, sich selbst zu heilen. Das Ziel dieser Medizin ist es, diese Fähigkeit zu wecken und zu stärken.  In der chinesischen Gesellschaft ist es ganz normal, vor dem Beginn des Arbeitstages ein paar Qi Gong-Übungen zu machen. Dadurch soll verhindert werden, dass Verletzungen oder Krankheiten entstehen. Getreu dem Motto “Vorsorge ist die beste Medizin”. Qi Gong Übungen zum Nachmachen finden Sie hier. Kleine Veränderungen am Körper werden schon sehr sorgfältig untersucht, denn es könnten schon erste Anzeichen einer Krankheit sein. So bleibt man bis in das hohe Alter leistungsfähig und längere Krankenhausaufenthalte können einem erspart bleiben. TCM lässt sich bis auf die antike Philosophie des Taoismus zurückverfolgen und hat Ähnlichkeiten mit der Traditionellen Medizin in Japan (Kampo), Tibet und Korea. Westliche Ärzte sind besonders von der komplexen Pflanzenmedizin beeindruckt und wünschen sich häufig, dass auch sie eine solch differenzierte Unterrichtung erhalten würden. Auch Begriffe wie Meridiane, Akupunkturpunkte und Qi lassen sie erstaunen und neugierig werden.

Ist die TCM sicher?

Gerade westliche Mediziner haben erhebliche Wissenslücken in diesem Bereich. Es ist sehr wichtig, dass TCM von fach- und sachkundigen Ärzten ausgeübt wird. Die chinesischen Ärzte werden 6 Jahre und mehr in dieser komplexen Thematik ausgebildet. Das Studium umfasst die verschiedenen Pflanzen mit ihren unterschiedlichen Wirkungen, aber auch wie die Akupunkturnadeln richtig gesetzt werden oder wo welche Meridiane fließen. Nach dem Absolvieren eines solchen Studiums ist das Wissen eines solchen Mediziners über den menschlichen Körper sehr groß und bei der Behandlung von Krankheiten hilfreich. Deswegen genießen sie sehr großes Vertrauen. Besonders die Heilpflanzen unterliegen strengen Kontrollen, um Verunreinigungen aller Art auszuschließen. Jede einzelne Komponente der Rezeptur muss im Labors auf Rückstände oder Verunreinigungen überprüft werden, bevor sie verarbeitet werden darf. Viele Unternehmen, die die Heilpflanzen anbauen, legen sich strengere Grenzwerte auf, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie können sich eventuelle Skandale nicht leisten. So kommt es, dass sich immer mehr Patienten von der Schulmedizin abwenden und auf TCM umschenken. Das Risiko, eine der vielen Nebenwirkungen vom Beipackzettel zu bekommen, ist ihnen einfach zu groß.

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