Ayahuasca

Ayahuasca

Ayahuasca

Quelle: Terpsichore / wikicommons

Ayahuasca ist ein psychoaktiver Trank aus dem Amazonasgebiet, mit dem man sich auf eine spirituelle Reise begibt. Der Geschmack ist furchtbar und meistens reichen davon 2cl- 4cl, um eine Wirkung zu spüren. Mit Ayahuasca begibt man sich für 2-5 Stunden auf eine spirituelle Reise und macht außergewöhnliche Erfahrungen. Manche sehen vor ihrem geistigen Auge, was sie in ihrem vorherigen Leben gewesen sind. Manche durchleben im Kopf traumatische Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit. Wiederum andere sehen während der Wirkung andere Identitäten wie z.B. Außerirdische. Lesen Sie hier mehr.

 

 

Ayahuasca-Zeremonie:

Ayahuasca wird traditionell im Rahmen einer Zeremonie eingenommen. Die Zeremonie wird von einem Schamanen geleitet. Auf westlich geprägte Menschen mag diese Zeremonie etwas sonderbar wirken, doch ist sie der Teil der Kultur der Ureinwohner in Süd- und Mittelamerika. Respekt und Achtung sind daher sehr wichtig, wenn man einmal an einer solchen Zeremonie teilnehmen möchte. Der Schamane hat den Trank vorher zubereitet und gibt jedem Teilnehmer ungefähr 2 cl davon zu trinken. Kurz darauf setzt bei vielen die Wirkung ein.  Lesen Sie hier mehr.

Es ist aber auch möglich, dass manche Leute an dem Abend nichts spüren. Doch haben sie Tage später den Eindruck, dass sich eine Art “Denkschleier” von ihrem Verstand gelöst hat und sie jetzt klarer denken. Sie fangen an, ihr Verhalten zu hinterfragen und wollen ihr Leben zum Besseren verändern. Diese Wirkung kann ebenfalls dem Trank zugeschrieben werden. Er wirkt bei jedem Menschen anders, weswegen nicht pauschal gesagt werden kann, wie der einzelne darauf reagiert.

Vorbereitung:

Auf Ayahuasca muss man sich vorbereiten. Ganz wichtig ist es, eine bestimmte Diät einzuhalten. Dadurch wird der Körper gereinigt und auf die Ayahuasca-Einnahme vorbereitet. Diese Diät entspricht der Ernährungsweise der Ureinwohner Mittel- und Südamerika. Man muss sich vor Ayahuasca mit seiner Ernährung auseinander setzen und natürlich ernähren. Im Großen und Ganzen soll man sich vorher pflanzlich ernähren. Reis, Kartoffeln, Obst, Gemüse usw sind in Ordnung.  Lesen Sie hier mehr.

Rezept:

Ayahuasca besteht traditionell aus den beiden Pflanzen Psychotria viridis und Banisteriopsis caapi. Die Zubereitung dauert meist 9-10 Stunden. Die Zubereitung ist damit sehr zeitintensiv und sollte nur von erfahrenen Leuten vorgenommen werden. Nur wenn Ayahuasca richtig zubereitet und das Rezept beachtet wurde, entfaltet der Trank die gewünschte Wirkung. Das Rezept ist bei den Schamanen der Urvölkern in Süd- und Mittelamerika bestens bekannt. Lesen Sie hier mehr.

Gefahren:

Ayahuasca ist keine Partydroge oder dergleichen. Drogen machen abhängig, Ayahuasca nicht. Es ist eine schamanische Medizin. Sie sollte stets mit dem notwendigen Respekt behandelt werden. Wenn man sich vorbereitet und Ayahuasca richtig zubereitet wurde, dann gehen keine Gefahren aus. Doch kommt es immer wieder vor, dass Leute dies nicht beachten. Dann kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Wichtig ist auch, dass Ayahuasca nicht eingenommen werden sollte, wenn man Antidepressiva oder dergleichen einnimmt. Antidepressiva und Ayahuasca vertragen sich nicht. Auch wenn Sie generell starke Medikamente einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, sollten Sie an einer solchen Zeremonie nicht teilnehmen. Lesen Sie hier mehr.

Ayahuasca-Forschung:

Dr. Christian Rätsch erforscht schon seit Jahrzehnten psychoaktive Pflanzen auf der ganzen Welt. Er wird deswegen als Experte für solche Pflanzen sehr geschätzt und hält regelmäßig Vorträge. In seinen Vorträgen erklärt er seinem Publikum die richtige Sichtweise auf die Kultur und Riten der Schamanen und Naturvölker. Seine Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung ist das Standardwerk in diesem Bereich. Auf fast 1000 Seiten widmet das Nachschlagewerk jeder psychoaktiven Pflanze einen Eintrag, fast jede davon mit anschaulichen Abbildungen, und behandelt unter anderem die Chemie, die Wirkung, die Dosierung, den Anbau und die Botanik. Diese ausführliche Darstellung der verschiedenen psychoaktiven Pflanzen lässt sich so in keinem anderen Buch finden.

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Dr. Christian Rätsch war schon in seinen 20er Jahren bei verschiedenen Völkern und Kulturen in Mittel- und Zentralamerika. Nur mit etwas Proviant, einer Hängematte und einer Machete ausgestattet ging er in den Dschungel. Er lebte mehrere Jahre bei den Eingeborenen und lernte dort ihre schamanischen Bräuche kennen. Ein ganz wesentlicher Bestandteil ist dabei Ayahuasca. Mittlerweile reist er aber nicht nur nach Mittel- und Südamerika, sondern erforscht auch andere Kontinente mit ihren Pflanzen. Dort staunt er immer, was es über den Schamanismus noch alles zu wissen gibt. So ist er dann z.B. bei einer schamanischen Heilung dabei und wird Augenzeuge, wie eine Heilung jenseits der Schulmedizin ablaufen kann. Auch westliche Fernsehsender berichten über Ayahuasca. Bei dieser Berichterstattung werden sie nicht müde, Ayahuasca in die Drogenecke zu drängen. So ist auch der Sender Prosieben in den Dschungel gegangen und hat Joachim (Joko) Winterscheidt den Trank probieren lassen. Anfangs spürte Joko Winterscheidt ein leichtes Kribbeln im rechten Bein, danach wurde ihm schlagartig übel und schließlich hatte er das Gefühl, “auf einem anderen Planeten zu sein”. Die ganze Folge können Sie sich hier anschauen.

Wer interessiert sich für sowas?

Wem dieser Trank unheimlich ist, der sollte davon lieber die Finger lassen. Es eine Frage der Einstellung. An diesem Thema sind meist Männer wie Frau zwischen 25-54 Jahren interessiert, die für Schamanismus und alternative Heilformen offen sind. Sie wollen die Geheimnisse dieser Welt entdecken und neue Erfahrungen – jenseits des normalen Alltages- machen. Sie sind vor allem in den Berufsbereichen Kunst, Unterhaltung, Kultur, Medien und Sport zu finden und für die konventionellen Denkmuster nicht zu begeistern. Man kann sie als Freigeister bezeichnen, die das Gelernte in der Schule hinterfragen und lieber ihre eigenen Erfahrungen machen wollen. Sie sind auch häufig an Themen wie Yoga, Chakren, Spiritualität und höheres Bewusstsein interessiert. Es sind alles Themen, mit denen der Durchschnittsmensch nicht viel anfangen kann und deswegen etwas befremdlich auf ihn wirken.

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