sandelholz

Neues Mittel für volleres Haar?

Die Schulmedizin sieht Haarausfall eher als ein kosmetisches Problem. Wenn die Haare ausfallen oder dünner werden, sei dies nur bedingt behandlungsdürftig. Anders sieht das die Alternativmedizin, aber auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Nach diesen beiden medizinischen Ansätzen ist Haarausfall ein Alarmzeichen dafür, dass etwas mit dem Körper nicht stimmt. Besonders wenn der Haarausfall schon vor dem Rentenalter einsetzt, sollte man sich mit seinem Körper auseinander setzen, um die Ursache für den Haarausfall zu finden.

In dem Fachmagazin “Nature Communications” hat ein Wissenschaftlerteam seine neueste Entdeckung in puncto Haarausfall veröffentlicht. Ihre Analysen zeigten, dass dank eines Sandelholz-Duftstoff die Wachstumsphase menschlicher Haare verlängert werden kann. Dies deswegen, weil das Absterben der Keratinozyten-Zellen im Haarfollikel durch diesen Stoff reduziert wird. Die Produktion eines Wachstumsfaktores (IGF-1) in der äußeren Schicht des Haarfollikels wird zudem angekurbelt.

Ob diese Entdeckung der große Durchbruch für betroffene Männer und Frauen ist, kann leider noch nicht gesagt werden. Die Ergebnisse im Labor müssen nun noch in der Praxis getestet werden. Möglich ist, dass ein Schaum, Gel oder eine Lotion entwickelt wird, welche auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Es ist auch noch unklar, ob Nebenwirkungen oder andere Komplikationen bei diesem Ansatz auftreten können. Dies kann immer erst nach einem längeren Anwendungszeitraum gesagt werden. Langzeitstudien werden erst in ein paar Jahren vorliegen.

Allerdings gibt es schon erste kleinere Studien. In Italien wurde eine Lotion auf Basis von Sandelholz über drei Monate hinweg getestet. Die Lotion verringerte den Haarausfall um 17,5 Prozent. 17,5 % ist ein Ergebnis, das nicht allzu große Hoffnungen hervorruft. Allerdings könnte es sein, dass die Sandelholz-Lotion in den nächsten Jahren weiterentwickelt wird und immer bessere Wachstumszahlen liefern kann. Es ist schon eine weitere Studie in Münster dabei, die weitere Erkenntnisse liefern soll. Mit allzu großen Erwartungen sollte man sich also zurückhalten, weil die Forschung noch ganz am Anfang steht. Allerdings darf man vorsichtig optimistisch sein.

Bildquelle: AmyLv/shutterstock.com

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